Manus Reisetagebuch

Manus Reisetagebuch

Donnerstag, 30. September 2010

Von Solitaire nach Swakopmund

Mittwoch, 29. Sept 2010

Wetter: Sehr warm in der Frühe, 25 C.


Am Abend in Swakop wieder erheblich kühler.

Um 5 Uhr schon von einem sehr laut zwitscherndem Vogel geweckt worden.  
Der wollte gar nicht mehr aufhören.

Nach dem Frühstück haben wir uns wieder Brote belegt als  
Mittagsbrotzeit

Um 8:45 Uhr sind wir dann losgefahren ins ca. 30 km entfernte Solitaire.
Dort sind wir zum Tanken und haben die alte Tankstelle angeschaut sowie einen Kaffee getrunken (was sonst?).

Die Strecke von Solitaire bis kurz vor Walvis Bay war das mit Abstand schlimmste Stück, das wir bislang gefahren sind. Die Sandpads waren wellig wie ein Waschbrett und hügelig wie bei einer Berg- und Talbahn.

Uns hat es dermaßen umeinander gerüttelt und geschüttelt, dass es nur so krachte, sowohl in unseren Knochen als auch in der Federung des Autos.

Wir passierten zwei Pässe und die Graslandschaft ging immer mehr in
eine Art Mondlandschaft über.

Die Fernsicht war nicht so toll, denn es war sehr diesig und bewölkt,  
die Hitze dafür umso größer.

Unter einem Schatten spendenden Baum haben wir Mittag gemacht,  
allerdings etwas beschleunigt, weil wir wieder mal von den lästigen  
Fliegen umschwirrt wurden.

Und vorbeifahrende Autos hüllten uns immer wieder in Staub ein, so dass es beim Kauen zwischen den Zähnen schon knirschte.

Ein entgegenkommendes Auto warf unserem Wagen ein wenig später Steine gegen die Windschutzscheibe. Und prompt bekam die Scheibe ein Loch,  
das wie ein Einschussloch aussieht. Na, hoffentlich hält die Frontscheibe noch ein bisschen...

Das letzte Stück Richtung Westen war fast eben, sandig und total trostlos.

Ich bin prompt, trotz Holperer, ein wenig eingepennt.

Die Temperatur ging, je weiter wir zum Atlantik kamen, immer weiter zurück und es wurde diesiger.

Ab Walvis Bay ging das Pad wieder in eine Teerstraße über und wir konnten die letzten Kilometer bis Swakopmund  recht schnell hinter uns  
bringen.

Nach einem kurzen Stopp an einem Strand mit viel Wind und noch mehr  
Wellen, froren wir in unseren kurzen Hosen und dünnen Shirts mal  
wieder.

In unserer Pension Rapmund wärmten wir uns erst mal mit einer heissen Dusche auf, bevor wir uns in wärmere Klamotten warfen und dann die kleine Stadt unsicher machten.

Zuerst ging es ins Cafe Anton, in dem die schwarzhäutige Bedienung  
perfekt deutsch spricht. Dort gibt es nach Urgroßmutters Rezepten sehr gute Kuchen und Torten wie z.B. Schwarzwälder Kirsch oder Bienenstich oder Käsekuchen oder Apfelkuchen oder Schokosahne oder oder oder...  :-))

Danach sind wir durch die Haupteinkaufsmeile geschlendert und sind in einem Schuhgeschäft fündig geworden.

In der Zwischenzeit zog etwas Nebel auf und es wurde kühler. Man merkt hier den kalten Atlantik schon ganz schön.

Dann bin ich noch mit Jürgen in ein Internet-Cafe, das "Fast-Internet" heisst, und habe 1 1/2 Stunden lang versucht, ein paar Bilder in den Blog hochzuladen.
Absolut mühsam, kann ich da nur sagen. Von wegen "fast internet"! Gääähn.

Dadurch, dass dies so lange gedauert hat, haben Jürgen und ich den  
Sundowner, sprich den Sonnenuntergang über dem Meer, verpasst, obwohl Uschi und Peter einen schönen Aussichtsplatz in einem Fischrestaurant am Meer reserviert hatten.

Tja, ist die Sonne halt ohne uns ins Meer gezischt.

Aber in dem Restaurant Tug, das ein halbes Schiff ist, haben wie dann  
sehr "lekker" gegessen, Fisch natürlich.

Gegen 22 Uhr sind wir wieder zurück zum Hotel, und zwar im  
Schnellgang, weil es doch wieder recht frisch war und wir beiden Frauen gefroren haben.

2 Kommentare:

  1. Hallo ihr Afrikaner,
    laden euch die Sanddünen nicht zum Skifahren ein? Das stelle ich mir toll vor. Mit dem Atlantik haben wir so unsere Erfahrung. Riesen Wellen und ganz schön frisch. Habt ihr heute neue Tiere gesehen? Ich hätte gerne ein Nashorn oder einen Trupp Elefanten, die euch in der Unterkunft belagern. Gibt es so etwas? Wir freuen uns schon auf den morgigen Eintrag.
    Viele liebe Grüße
    die Meilers

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  2. Hallo Ihr Europäer ;-)

    Danke fürs Kommentieren.
    Bislang haben wir Strauß, Springböcke, Oryx und Gnus gesehen.
    Die sind aber alle mittlerweile "out". Wir haben zwischendurch auf Giraffe und Nashorn gehofft, aber die ließen sich noch nicht blicken.
    In zwei Tagen geht es in die Etosha Pfanne und wir hoffen, dort einige Grössere Tierchen anzutreffen.

    Also auf so einer Düne Ski zu fahren wäre schon toll. Das Aufsteigen ist allerdings recht mühevoll.

    Heute gehen wir zum Klettern und auf die Pirsch.
    Grüße Manuela und Jürgen

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