Wetter: Sonnig, wolkenlos (bis auf eine kleine am Horizont, die von
Jürgen gleich als gewitterträchtig deklariert wurde), starker Nord-
Westwind, 30 C tagsüber, aber in der Nacht unter 10 C.
Nach einer frischen Nacht, haben wir erst mal gemütlich mit sehr
dünnem Kaffee gefrühstückt.
Gegen 9:30 Uhr sind wir wieder losgefahren, Richtung Mariental.
Dort haben wir den Wagen mit Sprit volltanken lassen und sind dann
nach Süden Richtung Keetmanshoop auf einem Teerpad gedüst. Hier hat
sich Jürgen erstmalig ans rechte Steuer und auf die linke Fahrbahn
getraut.
Die Fahrt verlief zur Abwechslung mal ohne Probleme. Zwischendurch
machten wir mal die eine oder andere kurze Rast.
(Eintritt zu zahlen). Diese sind eigentlich keine Bäume, sondern eine
Aloenart. Sie stehen da sehr malerisch in einer Vielzahl an einem
Platz. Natürlich trifft man sie vereinzelt auch unterwegs an.
Ein gutes Stück hinter Keetmanshoop verliessen wir den Teerpad und
fuhren zum Fish River Canyon auf einem sehr holprigen Sandpad weiter.
Hui! Da ging es rauf und runter und holterdipolter, so dass Peter
zwischendurch schon dachte, wir hätten wieder einen Platten gefahren.
Wir sind trotzdem gut vorangekommen und fuhren zum Teil bizarren
Felsformationen entgegen.
Auch kamen wir an einem Weinanbaugebiet vorbei, das rundherum von
hohen Bäumen eingezäunt ist, die als Windschutz dienen.
In der Nähe war ein kleiner Stausee. Dadurch kamen wir in den Genuss,
durch eine kleine Furt zu fahren, in der aber nur wenig Wasser war. Es
reichte leider nicht zu grossen Spritzern.
Auch fuhren wir stetig seit Mariental an einer Bahnlinie entlang, aber
kein Zug weit und breit.
Nach Keetmanshop tauchte plötzlich einer auf und zuckelte in
gemächlichen Tempo an uns vorbei Richtung Norden.
Unterwegs begegnet man immer wieder Strausse oder Oryx oder
Springböcke.
Nachdem wir diese zur Genüge gefilmt haben, lautet nun die Devise:
Strausse sind "out".
Die möchten wir nicht mehr fotografieren, sondern z.B. mal ein oder
zwei Nashörner.
Laut Ulf sind hier in der Gegend ein paar vorhanden. Aber nix ist zu
sehen.
Um kurz nach 16 Uhr waren wir dann bei der Canon Lodge.
Diese ist kaum zu beschreiben. Zum einen ist die Landschaft, in der
sie hineingebaut wurde, wie im Wildwest Film. Jede Menge Riesenfelsen,
rund wie gigantische Murmeln.
ist ein dicker Felsen und auch in der Dusche schaut ein Felsen rein.
Wir genehmigten uns nach der Ankunft einen Kaffee und suchten dann
unsere Bungalows, was gar nicht so einfach war, dadurch sind wir erst
mal ein bisschen herumgeirrt. Dann haben wir uns frisch gemacht.
Der Wind war auf einmal wieder recht frisch, so dass wir das gemütlich
offene Feuer im Haupthaus sehr willkommen hiessen.
Nach dem Abendessen waren wir dann mit der Managerin Yvonne und
einigen Angestellten alleine in der Bar. Die anderen Gäste haben sich
alle verkrümelt.
Yvonne hat mit einem der Angestellten Regie ein Kunststückchen nach
dem anderen vorgeführt und uns alle unterhalten.
Allerdings ist hier im Canyonpark mit Handynetz gar nix zu machen. Das
heisst, dass es nur verzögerte Berichterstattung gibt.
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