Manus Reisetagebuch

Manus Reisetagebuch

Samstag, 25. September 2010

Von Stampriet zum Fish River Canyon

Donnerstag, 23. Sept 2010

Wetter: Sonnig, wolkenlos (bis auf eine kleine am Horizont, die von  
Jürgen gleich als gewitterträchtig deklariert wurde), starker Nord- 
Westwind, 30 C tagsüber, aber in der Nacht unter 10 C.

Nach einer frischen Nacht, haben wir erst mal gemütlich mit sehr  
dünnem Kaffee gefrühstückt.
Gegen 9:30 Uhr sind wir wieder losgefahren, Richtung Mariental.

Dort haben wir den Wagen mit Sprit volltanken lassen und sind dann  
nach Süden Richtung Keetmanshoop auf einem Teerpad gedüst. Hier hat  
sich Jürgen erstmalig ans rechte Steuer und auf die linke Fahrbahn  
getraut.

Die Fahrt verlief zur Abwechslung mal ohne Probleme. Zwischendurch  
machten wir mal die eine oder andere kurze Rast.

Kurz vor Keetmanshoop bogen wir ab und fuhren zu den Köcherbäumen  
(Eintritt zu zahlen). Diese sind eigentlich keine Bäume, sondern eine  
Aloenart. Sie stehen da sehr malerisch in einer Vielzahl an einem  
Platz. Natürlich trifft man sie vereinzelt auch unterwegs an.

Ein gutes Stück hinter Keetmanshoop verliessen wir den Teerpad und  
fuhren zum Fish River Canyon auf einem sehr holprigen Sandpad weiter.
Hui! Da ging es rauf und runter und holterdipolter, so dass Peter  
zwischendurch schon dachte, wir hätten wieder einen Platten gefahren.

Wir sind trotzdem gut vorangekommen und fuhren zum Teil bizarren  
Felsformationen entgegen.

Auch kamen wir an einem Weinanbaugebiet vorbei, das rundherum von  
hohen Bäumen eingezäunt ist, die als Windschutz dienen.

In der Nähe war ein kleiner Stausee. Dadurch kamen wir in den Genuss,  
durch eine kleine Furt zu fahren, in der aber nur wenig Wasser war. Es  
reichte leider nicht zu grossen Spritzern.

Auch fuhren wir stetig seit Mariental an einer Bahnlinie entlang, aber  
kein Zug weit und breit.
Nach Keetmanshop tauchte plötzlich einer auf und zuckelte in  
gemächlichen Tempo an uns vorbei Richtung Norden.

Unterwegs begegnet man immer wieder Strausse oder Oryx oder  
Springböcke.

Nachdem wir diese zur Genüge gefilmt haben, lautet nun die Devise:  
Strausse sind "out".
Die möchten wir nicht mehr fotografieren, sondern z.B. mal ein oder  
zwei Nashörner.
Laut Ulf sind hier in der Gegend ein paar vorhanden. Aber nix ist zu  
sehen.

Um kurz nach 16 Uhr waren wir dann bei der Canon Lodge.
Diese ist kaum zu beschreiben. Zum einen ist die Landschaft, in der  
sie hineingebaut wurde, wie im Wildwest Film. Jede Menge Riesenfelsen,  
rund wie gigantische Murmeln.

Und die Bungalows sind regelrecht in die Felsen integriert. Im Zimmer  
ist ein dicker Felsen und auch in der Dusche schaut ein Felsen rein.

Wir genehmigten uns nach der Ankunft einen Kaffee und suchten dann  
unsere Bungalows, was gar nicht so einfach war, dadurch sind wir erst  
mal ein bisschen herumgeirrt.  Dann haben wir uns frisch gemacht.

Der Wind war auf einmal wieder recht frisch, so dass wir das gemütlich  
offene Feuer im Haupthaus sehr willkommen hiessen.
Nach dem Abendessen waren wir dann mit der Managerin Yvonne und  
einigen Angestellten alleine in der Bar. Die anderen Gäste haben sich  
alle verkrümelt.
Yvonne hat mit einem der Angestellten Regie ein Kunststückchen nach  
dem anderen vorgeführt und uns alle unterhalten.

Allerdings ist hier im Canyonpark mit Handynetz gar nix zu machen. Das  
heisst, dass es nur verzögerte Berichterstattung gibt.

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