Wetter: Immer noch kalter Südwind Laut Piet, dem Besitzer von Klein
Aus Vista, waren es in der Nacht nur 3 C!
Tagsüber drehte der Wind auf Ost und je nördlicher wir kamen, umso
mehr flaute er ab und wurde wärmer.
Viel Sonne und 25 C.
Wieder beizeiten aufgestanden und um 8:30 Uhr nach dem Frühstück
losgefahren.
Zuerst nach Aus zum Tanken, dann ging es Richtung Norden durch die
Namib-Wüste.
Die Weite, die dunklen Berge und rötlichen Hügel sowie das hellbeige
Steppengras sind gigantisch und lassen sich kaum beschreiben. Das
Farbenspiel ist wunderbar.
Wir fuhren den ganzen Tag auf den Sandpads, wurden total eingestaubt
und produzierten unsererseits auch eine Menge Staubwolken.
Zwischendurch machten wir kurze Stopps, um zu fotografieren. Jürgen
filmte aber auch während der Fahrt. Na, das kann ja ein Gewackel
geben ;-)
Unsere heutige Etappe umfasste 391km und nach etwa der Hälfte machten
wir eine Mittagsrast unter einem schattenspendenden Kameldornbaum.
Dabei haben wir unsere selbstbelegten Brote gemampft.
Die hatten wir heute früh am Frühstückstisch hergerichtet. Wir
fragten einen der Boys, ob wir etwas Papier zum Einwickeln der Brote
bekommen könnten. (Wie heißt eigentlich Butterbrotpapier auf
Englisch?) Er nahm uns daraufhin die Teller mit den Broten ab,
verschwand in der Küche und ward nie wieder gesehen. Erst auf
Nachfrage kam er mit der eingewickelten Brotzeit wieder.
Wir dachten schon, er hätte sie selber gegessen.
Gegen 16:30 Uhr erreichten wir die Namib Desert Lodge, wo wir - wie
üblich - erst einmal einen Kaffee zu uns nahmen. Wir kürzten daher
die Begrüßungszeremonie kurzerhand ab und stürmten die Poolbar.
Danach sind wir zu unserer Doppelhaushälfte zum Duschen.
Übrigens, unsere beiden Koffer sehen mittlerweile aus wie Sau, so
einestaubt sind die. Und sie lassen sich gar nicht mehr richtig
säubern. Da müssen wir unbedingt den Tag vor dem Heimflug was tun!
Gegenüber des Bungalows erheben sich rotbraune versteinerte Dünen.
Dazwischen ist ein großer Streifen Grasland (wurde von uns auch schon
als Niemandsland bezeichnet) mit einer Wasserstelle, die nachts
beleuchtet ist.
Hier haben 12 Oryx recht fotogen gegrast und sind zur Wasserstelle
gezogen.
Gegen 19 Uhr sind wir zum Abendessen und bekamen einen Tisch
zugewiesen, gleich neben der offenen(!) Eingangstür.
Und wir saßen kurzärmlig da!
Was sagt das nun aus?
Ja, richtig! Endlich war die Wärme da. Wir waren dann auch gleich so
wagemutig und saßen hinterher noch draußen an der Poolbar bis um 22
Uhr.
Das hatten wir bislang noch gar nicht geschafft. Kommt man ja gleich
ins Schwitzen...
Als wir zum Bungalow zurück sind, hat uns eine schwarz-weiße Katze
begleitet und wollte mit uns hinein. Da war sie richtig hartnäckig.
Als wir dann noch ein wenig draussen standen und in den Sternenhimmel
guckten, weil wir das Kreuz des Südens gesucht haben, da ist das Biest
uns dauernd um die Beine gestrichen und wollte sich wohl bei uns
einschleimen.
Das Kreuz haben wir wieder nicht entdeckt. Hier gibt es einfach zu
viele Sterne. ;-)
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